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Sorge vor dem Jahreswechsel

Die Jahrtausendwende löste in vielen Branchen große Befürchtungen aus. Der Grund war ein allgemeines Computerproblem: Zur Speicherung und Verarbeitung von Jahreszahlen wurden bis dahin in der Regel nur die letzten beiden Ziffern verwendet, zum Beispiel 92 oder 98. Die ersten beiden Ziffern wurden dagegen nicht berücksichtigt. Das betraf Betriebssysteme, Anwenderprogramme und Datenbestände – auch bei der Sparkasse zu Lübeck.

Je näher die Jahrtausendwende rückte, desto größer wurden die Bedenken, dass die Computer die Zahl 2000 nicht würden erkennen können. Bereits Anfang 1999 gingen die Vorbereitungen für die Jahrtausendwende los. Mehr als zehn Milliarden D-Mark gab die deutsche Geldwirtschaft insgesamt aus, damit ihre Computer auch nach dem Jahrtausendwechsel noch reibungslos funktionierten. Auch bei der Sparkasse zu Lübeck wurde dafür einiges investiert – vor allem aber viel Zeit.

In der Silvesternacht von 23:00 bis 2:00 Uhr sperrte die Sparkasse ihre Geldautomaten, Kontoauszugsdrucker und Online-Zugänge, um  dem zentralen Rechenzentrum eine vollständige Sicherung der Daten zu ermöglichen. Der 1. Januar 2000 war ein Sonnabend und wie immer Feiertag. Dennoch kamen an diesem Tag viele Sparkassen-Mitarbeiter zur Arbeit, um zu überprüfen, ob die Systeme in allen Geschäftsstellen noch einwandfrei liefen.

Passiert ist nichts. Im Nachhinein war die ganze Jahrtausendwende unspektakulär. Die Welt ist nicht untergegangen, und die Sparkasse konnte auch ganz normal weiterarbeiten.